Auf sechs Pfoten an der Mulde entlang

Quelle: Sven Bartsch

„Who let the dogs out?“ heißt es am kommenden Sonntag wieder in Döbeln. Zum vierten Mal fällt am Welwel 10 Uhr der Startschuss für den Döbelner Sechs-Pfoten-Lauf. Organisiert vom Team neuelaufkultur des Welwel Sport- und Tanzvereins können Hunde mit ihren Herrchen oder Frauchen laufen. Zuschauer sind herzlich willkommen, sich das Spektakel vor allem am Start anzuschauen.

Döbeln. Dass es gar nicht so einfach ist, mit den tierischen Sportlern einen entspannten Start hinzubekommen – deshalb wird in einzelnen Wellen gestartet, hat sich in der Vergangenheit gezeigt. Fast jeder Hund will der Erste sein – das liegt in der Natur des Tieres. Und es unterscheidet sie vielleicht in dem Fall von ihren Herrchen oder Frauchen. „Die meisten gehen bei diesem Lauf aus Spaß an der gemeinsamen Bewegung mit ihrem Hund an den Start. Ergebnisse sind da oftmals zweitrangig“, sagt Organisationsleiter Andreas Bunk. Genau aus diesem Grund hatte der Verein den Lauf vor vier Jahren das erste Mal organisiert. Hundebesitzer in den eigenen Reihen regten an, dass es viele Läufer gibt, die gern mit ihrem Vierbeiner rennen. Laufveranstaltungen für diese Sportler, die auch noch einen gewissen Wettkampfcharakter haben, gibt es bislang in Sachsen nicht, und auch deutschlandweit sind die Angebote dünn gesät. „Wir wissen nur von einem ähnlichen Lauf im Bonner Raum“, sagt Bunk. Doch selbst dort könnten nur drei Kilometer absolviert werden – für viele Läufer zu wenig. In Döbeln können die Hund-Mensch-Teams inzwischen nicht nur fünf, sondern auch zehn Kilometer vom Welwel aus in Richtung Mahlitzsch laufen.

Der Lauf war vom Verein als kleines Zusatzangebot neben Halbmarathon und Landschaftslauf geplant. „Mittlerweile sind unsere 30 Startplätze rasend schnell weg und wir bekommen ständig neue Anfragen“, sagt Bunk. Aus Leipzig, Chemnitz, Dresden melden die Starter, genauso wie aus heimischen Gefilden. Diesmal ist sogar ein Team aus Berlin dabei. Im Start-Ziel-Bereich gibt es – wie könnte es anders sein – Hot dogs. Die Hälfte der Startgelder gehen als Spende an das Tierheim Wiesengrund in Ostrau.

Quelle: www.lvz.de / Von Manuela Engelmann